Besuch aus Kuba

Am Mittwoch 4. September erhielten wir Besuch aus unserer Partnergemeinde in Kuba und es fand ein Informationsabend statt, unter Mitwirkung der Jugendtanzgruppe roundabout.


Jesús Oscar Rodriguez ist Pfarrer in Remedios und seine Frau Marielys Cabreras Pfarrerin in Camajuani (ca. 20 km entfernt). Sie berichteten und beantworteten viele Fragen. Die presbyterianische Kirche in Kuba hat eine eigene theologische Ausbildungsstätte. Die Kirchgemeinde Remedios wurde 1902 gegründet, die Kirche wurde 1911 gebaut. Heute zählt die Kirchgemeinde rund 40 aktive Glieder, auch viele junge Leute. Die soziale Arbeit ist sehr wichtig (Seniorenessen, Mahlzeiten-, Waesche- und Besuchsdienst, Generationenarbeit, Begleitung von Angehörigen Gefangener). Die meisten Begünstigten sind nicht Mitglieder der Kirche. In Nähateliers (selbsttragend) wird generationenübergreifend gearbeitet.


Sie überbrachten uns ein sehr schön gestaltetes Stoffbild mit der spanischen Aufschrift: «Geführt vom Licht Gottes, um zu dienen.»


Seit 2000 wird die Kirche vom Staat geduldet, wohl dank des sozialen Engagements.
Seit zwei Jahren hat die Kirche in Remedios kein Dach, denn das Baumaterial wird nicht geliefert (obwohl das nötige Geld zur Verfügung steht). Gottesdienste werden in den Räumen der Pfarrwohnung gefeiert. Das Pfarrerehepaar wohnt in Camajuani.


Die Pfarrerlöhne (20 bis 25 Dollars/Monat) werden durch Spenden der Gemeindeglieder finanziert, dazu kommen allfällige Gaben aus dem Ausland. Nur dank dieser ausländischen Hilfe können soziale Projekte finanziert werden. Wichtige Einnahmen sind Dankesspenden von kirchlichen Gästen für Beherbergung und Verpflegung, sowie der Erlös der Arbeiten,  die im Nähatelier hergestellt werden. (Der Bau der ersten Gästezimmer wurde möglich durch unsere Spenden und Spenden aus den USA !).


In Kuba gibt es fast keine Steuern – aber auch sehr wenig Lohn! Die Kubaner ertragen diese überaus schwierige Situation dank ihrer Fröhlichkeit – und sie sind extrem solidarisch, gerade auch in den Familien. Es ist sinnlos, etwas zu planen; man lebt von der Hand in den Mund.


Es gibt Kubaner, die befürchten, dass das Volk auch nach einem Regierungswechsel wenig zu sagen hätte. Sie sagen: Der gleiche Hund, nur ein anderes Halsband.
Die Förderung der Eigeninitiative durch die Kirche wirkt sich positiv aus. Es ist zu hoffen, dass der gepflanzte Keim wächst und sich weiter entwickelt.  


So wurden wir zum Schluss aufgerufen: Kommt nach Kuba! Betet für uns!


Jesus Oscar und Marielys besuchten noch das Département Missionnaire in Lausanne, die Kirchgemeinden Solothurn und Biel und einen Zivildienstleistenden in St.Gallen, der ein halbes Jahr in Remedios und Camajuani Dienst geleistet hatte. Dann reisten sie weiter nach Fürstenwalde bei Berlin, wo Camajuani eine Partnerschaft pflegt.


Für Schwarzenburg Solidarisch: Johannes Josi , Hans-Christoph Jost

 

 

 

 

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